Nusszopf ist ein traditionelles Gebäck, das in deutschen Haushalten seit Generationen gebacken wird. Meine Großmutter pflegte immer zu sagen, dass der Duft von frisch gebackenem Nusszopf das ganze Haus mit Wärme erfüllt – und sie hatte recht.
Dieser saftige Hefezopf mit seiner köstlichen Nussfüllung ist mehr als nur ein Gebäck. Er erinnert mich an Sonntagmorgen in meiner Kindheit, wenn die Küche nach Zimt und gerösteten Haselnüssen duftete. Die Kombination aus weichem Hefeteig und cremiger Nussfüllung macht diesen Nusszopf zu einem besonderen Genuss für jede Gelegenheit. Das Beste daran? Er bleibt mehrere Tage wunderbar saftig und schmeckt sogar am nächsten Tag noch fantastisch. Lassen Sie uns gemeinsam backen!
Warum Sie diesen Nusszopf lieben werden
Dieser Nusszopf vereint die Tradition meiner Familie mit bewährten Backtechniken, die ich über Jahrzehnte perfektioniert habe. Das Rezept stammt ursprünglich von meiner Großmutter und wurde in unserer Familie von Generation zu Generation weitergegeben.
Der Hefeteig wird herrlich weich und luftig, während die Nussfüllung eine perfekte Balance zwischen Süße und nussigem Aroma bietet. Die Zubereitung mag auf den ersten Blick aufwendig erscheinen, ist aber mit etwas Geduld auch für Backanfänger gut machbar. Der fertige Nusszopf beeindruckt nicht nur durch seinen Geschmack, sondern auch durch seine wunderschöne geflochtene Optik. Er eignet sich perfekt für besondere Anlässe wie Ostern, Weihnachten oder einfach für einen gemütlichen Kaffeeklatsch. Das Gebäck lässt sich auch hervorragend einfrieren und bei Bedarf aufbacken.

Zutatenliste
Weizenmehl: Das Mehl bildet die Grundlage für den geschmeidigen Hefeteig und sorgt für die perfekte Struktur des Zopfes.
Frische Hefe: Ich empfehle immer frische Hefe statt Trockenhefe, da sie dem Teig einen authentischeren Geschmack verleiht und für ein besseres Aufgehen sorgt.
Milch: Die lauwarme Milch aktiviert die Hefe und macht den Teig besonders weich und saftig.
Butter: Sie gibt dem Hefeteig seinen zarten Geschmack und sorgt für eine schöne goldene Farbe beim Backen.
Zucker: Sowohl im Teig als auch in der Füllung verleiht Zucker die nötige Süße und unterstützt das Hefewachstum.
Ei: Das Ei macht den Teig geschmeidig und gibt ihm eine schöne Struktur, außerdem dient es als Eistreiche für den Glanz.
Gemahlene Haselnüsse: Die Haselnüsse bilden die Seele der Füllung und geben dem Nusszopf seinen charakteristischen, aromatischen Geschmack.
Semmelbrösel: Sie binden die Füllung und verhindern, dass sie zu flüssig wird oder ausläuft.
Zimt: Der Zimt verfeinert die Nussfüllung mit einer warmen, würzigen Note, die perfekt zu den Haselnüssen passt.
Puderzucker und Zitronensaft: Diese beiden Zutaten ergeben einen einfachen, aber köstlichen Zuckerguss, der dem Nusszopf den letzten Schliff verleiht.
Wie backt man Nusszopf?
Schritt 1. Ich beginne immer damit, die Milch in einem kleinen Topf lauwarm zu erwärmen – sie sollte nur handwarm sein, nicht heiß, damit die Hefe nicht abstirbt. Dann löse ich darin die Hefe, Butter und den Zucker auf.
Schritt 2. In meiner Küche verwende ich eine große Rührschüssel, in die ich das Mehl, eine Prise Salz und das Ei gebe. Die vorbereitete Hefemilch gieße ich dazu und knete alles etwa 8 bis 10 Minuten zu einem geschmeidigen, elastischen Teig.
Schritt 3. Meine Großmutter hat mir beigebracht, den Hefeteig immer in eine leicht geölte Schüssel zu legen und mit einem sauberen Küchentuch abzudecken. So lasse ich ihn an einem warmen Ort für mindestens 1 Stunde gehen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
Schritt 4. Für die Nussfüllung vermische ich gemahlene Haselnüsse, Zucker, Semmelbrösel und Milch in einer Schüssel. Nach Geschmack würze ich die Masse mit Zimt – ich nehme meist etwa einen halben Teelöffel.
Schritt 5. Den gegangenen Teig rolle ich auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 40 x 30 cm aus. Dann verteile ich die Nussfüllung gleichmäßig darauf und lasse dabei einen kleinen Rand frei.
Schritt 6. Ich rolle den Teig von der längeren Seite her fest auf und schneide die Rolle dann längs in der Mitte durch, wobei ich darauf achte, dass das obere Ende zusammenbleibt.
Schritt 7. Die beiden Stränge flechte ich zu einem schönen Zopf, indem ich sie übereinander lege. Die Enden drücke ich fest zusammen und stecke sie nach unten.
Schritt 8. Den geformten Nusszopf lege ich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech, decke ihn mit einem Tuch ab und lasse ihn weitere 30 Minuten ruhen.
Schritt 9. Kurz vor dem Backen verquirle ich ein Ei mit 2 Esslöffeln Milch und bestreiche den Zopf damit – so bekommt er später eine schöne goldbraune Farbe.
Schritt 10. Bei 190°C Ober-/Unterhitze backe ich den Nusszopf für etwa 30 Minuten auf der mittleren Schiene, bis er goldbraun ist und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
Schritt 11. Für den Zuckerguss verrühre ich Puderzucker mit ein paar Spritzern Zitronensaft zu einer dickflüssigen Glasur und träufle diese über den noch warmen Nusszopf.
Aufbewahrung und Aufwärmen
Ich bewahre meinen Nusszopf am liebsten in einer Brotdose oder unter einer Kuchenhaube bei Zimmertemperatur auf, wo er bis zu 4 Tage frisch und saftig bleibt. Achten Sie darauf, dass der Zopf vollständig ausgekühlt ist, bevor Sie ihn luftdicht verpacken, damit sich keine Feuchtigkeit bildet.
Zum Einfrieren schneide ich den Nusszopf in Scheiben und wickle sie einzeln in Frischhaltefolie ein, bevor ich sie in einen Gefrierbeutel lege. So können Sie einzelne Portionen entnehmen und haben bis zu 2 Monate lang frischen Nusszopf zur Verfügung.
Um den Nusszopf wieder aufzufrischen, empfehle ich, ihn bei 150°C für etwa 10 Minuten im Backofen zu erwärmen. Aus dem Gefrierfach lassen Sie die Scheiben am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und toasten sie dann kurz – so schmecken sie fast wie frisch gebacken.
Was passt zum Nusszopf?
Frische Butter und hausgemachte Marmelade: Eine dünne Schicht gute Butter und selbstgemachte Erdbeer- oder Aprikosenmarmelade ergänzen den Nusszopf perfekt zum Frühstück oder zur Kaffeezeit.
Heißer Kaffee oder Cappuccino: In meiner Familie servieren wir Nusszopf traditionell mit einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee oder einem cremigen Cappuccino, der die süßen Nussaromen wunderbar unterstreicht.
Schlagsahne oder Vanillesoße: Für einen besonderen Nachtisch können Sie den noch leicht warmen Nusszopf mit frisch geschlagener Sahne oder einer selbstgemachten Vanillesoße servieren.
Apfelkrapfen aus der Heißluftfritteuse: Diese köstlichen Apfelkrapfen sind eine wunderbare Ergänzung zum Nusszopf auf der Kaffeetafel und bieten eine fruchtige Alternative für Ihre Gäste.
Supersaftiger Zimtkuchen: Dieser Zimtkuchen passt perfekt zu einem gemütlichen Nachmittag mit Nusszopf, da beide Gebäcke die warmen Aromen von Zimt teilen und sich hervorragend ergänzen.
Marmeladenküsse: Diese zarten Kekse mit Marmeladenfüllung sind eine liebliche Begleitung zum Nusszopf und runden eine festliche Kaffeetafel ab.
Mokkacreme mit Mascarpone: Diese cremige Mokkacreme ist ein elegantes Dessert, das Sie neben dem Nusszopf servieren können, um Ihren Gästen eine Auswahl an süßen Leckereien zu bieten.
Kinder Bueno Dessert: Für besondere Anlässe können Sie dieses cremige Dessert zusammen mit dem Nusszopf servieren und damit Jung und Alt begeistern.

Häufig gestellte Fragen
Kann ich auch Walnüsse statt Haselnüsse verwenden?
Ja, Sie können die Haselnüsse problemlos durch gemahlene Walnüsse ersetzen – der Nusszopf schmeckt dann etwas kräftiger und leicht herber, was vielen sehr gut gefällt.
Warum wird mein Hefeteig nicht richtig aufgehen?
Achten Sie darauf, dass die Milch wirklich nur lauwarm ist und nicht zu heiß, da hohe Temperaturen die Hefe abtöten können. Außerdem sollte der Teig an einem warmen, zugfreien Ort ruhen.
Wie verhindere ich, dass die Füllung beim Backen ausläuft?
Lassen Sie beim Aufrollen einen kleinen Rand frei und drücken Sie die Enden des Zopfes gut zusammen. Die Semmelbrösel in der Füllung helfen zusätzlich, die Masse zu binden.

Ingredients
Kochutensilien
Method
- Die Milch lauwarm erwärmen und darin die Hefe, die Butter und den Zucker auflösen. Das Mehl, eine Prise Salz und das Ei in eine Schüssel geben. Die Hefemilch dazugießen und einen geschmeidigen Teig kneten. Den Hefeteig in eine geölte Schüssel legen und abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.
- Die gemahlenen Nüsse mit dem Zucker, den Semmelbröseln und der Milch in eine Schüssel geben. Alles gut verrühren und die Nussfüllung mit Zimt würzen. Den Hefeteig zu einem Rechteck ausrollen und mit der Nussfüllung bestreichen.
- Den Hefeteig von einer Längsseite zur anderen aufrollen. Die Rolle längs in der Mitte durchschneiden, dabei sollte sie am oberen Ende zusammen bleiben. Beide Stränge zu einem Nusszopf flechten. Die Enden zusammendrücken und nach hinten stecken.
- Den Nusszopf auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und nochmal 30 Minuten gehen lassen.
- Das Ei mit der Milch verrühren und den Nusszopf damit einstreichen.
- Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Nusszopf auf mittlerer Schiene für 30 Minuten backen.
- Den Puderzucker mit Zitronensaft verrühren. Den Zuckerguss über den fertig gebackenen Nusszopf träufeln und abkühlen lassen.







