Gebrannte Creme

Gebrannte Creme, auch Brönnti Creme genannt, ist eine klassische Schweizer Dessertspezialität, die in meiner Küche immer für Begeisterung sorgt. Als ich das erste Mal dieses cremige Karamell-Dessert probierte, erinnerte es mich an gemütliche Familienessen, bei denen das Dessert der krönende Abschluss war.

Diese traditionelle Schweizer Nachspeise vereint butterweichen Karamell mit luftig-leichter Sahne zu einem unwiderstehlichen Genuss. Der leicht bittere Karamellgeschmack harmoniert perfekt mit der süßen Cremigkeit und sorgt für ein Geschmackserlebnis, das sowohl elegant als auch tröstend wirkt. Das Besondere an dieser Brönnti Creme ist die geduldige Zubereitung des Karamells, die dem Dessert seinen charakteristischen Geschmack verleiht. Meine Familie liebt diese klassische Schweizer Spezialität besonders nach einem herzhaften Abendessen. Lass uns gemeinsam dieses köstliche Dessert zubereiten!

Gebrannte Creme

Warum Sie diese Gebrannte Creme lieben werden

Diese traditionelle Schweizer Brönnti Creme verbindet jahrhundertealte Backtradition mit überraschend einfacher Zubereitung. Obwohl das Dessert elegant und raffiniert wirkt, gelingt es auch Anfängern mit etwas Geduld beim Karamellisieren problemlos.

Das Dessert ist perfekt für besondere Anlässe oder Familienessen, da es sich hervorragend vorbereiten lässt. Der selbstgemachte Karamell verleiht der Creme eine Tiefe und Komplexität, die fertige Desserts niemals erreichen können. Die Kombination aus samtiger Textur und aromatischem Karamell macht jede Portion zu einem besonderen Moment. Mit alltäglichen Zutaten aus Ihrer Küche zaubern Sie ein Dessert, das Ihre Gäste beeindrucken wird. Diese Gebrannte Creme ist mehr als ein Nachtisch – sie ist ein Stück Schweizer Kochkultur auf dem Teller.

Zutatenliste

Zucker: Der Kristallzucker bildet durch langsames Karamellisieren die geschmackliche Basis dieser Brönnti Creme und verleiht dem Dessert seine charakteristische bernsteinfarbene Süße mit leicht bitterer Note.

Wasser: Die Zugabe von Wasser zum Zucker verhindert zu schnelles Anbrennen und ermöglicht eine gleichmäßige Karamellisierung, die für den perfekten Geschmack entscheidend ist.

Milch (5 dl): Die Vollmilch bildet das cremige Fundament des Desserts und mildert die Intensität des Karamells zu einer harmonischen Geschmacksbalance.

Mehl: Eine kleine Menge Mehl dient als natürliches Bindemittel und sorgt dafür, dass die Creme die perfekte löffelbare Konsistenz erhält, ohne zu flüssig zu werden.

Milch (50 ml): Diese zusätzliche Milchportion wird mit dem Mehl verrührt und verhindert Klümpchenbildung, wodurch die Creme besonders geschmeidig wird.

Salz: Die Prise Salz hebt alle Aromen hervor und sorgt für einen ausgewogenen Geschmack, der den süßen Karamell perfekt ergänzt.

Ei: Das Ei verleiht der Gebrannte Creme Struktur und eine seidige Textur, die typisch für klassische Schweizer Cremes ist.

Rahm (Sahne): Der steif geschlagene Rahm macht die Creme luftig-leicht und sorgt für die charakteristische mousse-ähnliche Konsistenz, die dieses Dessert so besonders macht.

Gehackte Nüsse: Als Garnitur bieten die Nüsse einen angenehmen Kontrast zur weichen Creme und fügen eine rustikale Note sowie zusätzlichen Geschmack hinzu.

Wie kocht man Gebrannte Creme?

Schritt 1: Ich beginne immer damit, den Zucker mit dem Wasser in eine flache Pfanne zu geben und kurz auf hoher Stufe zu erhitzen, bevor ich die Temperatur reduziere. Lassen Sie die Mischung auf mittlerer Stufe köcheln, ohne umzurühren – der Zucker wird erst eintrocknen, dann schmelzen und schließlich karamellisieren.

Schritt 2: Sobald der Zucker vollständig zu einem goldbraunen Karamell geworden ist, nehme ich die Pfanne vom Herd und lasse sie etwa eine Minute abkühlen. Gießen Sie dann vorsichtig die 5 dl Milch dazu – Achtung, es wird zischen – und erhitzen Sie alles wieder auf mittlerer Stufe, bis sich das Karamell vollständig aufgelöst hat.

Schritt 3: Während die Karamellmilch köchelt, verrühre ich in einer Schüssel das Mehl mit den 50 ml Milch zu einer glatten Paste. Fügen Sie den Zucker, das Salz und das Ei hinzu und vermengen Sie alles gründlich.

Schritt 4: Gießen Sie die Mehlmischung zur heißen Karamellmilch in die Pfanne und rühren Sie ständig, bis die Creme kurz vor dem Kochen ist. Meine Großmutter sagte immer, dass ständiges Rühren der Schlüssel zu einer klümpchenfreien Creme ist – sobald die Masse eindickt und cremig wird, nehmen Sie die Pfanne vom Herd.

Schritt 5: Passieren Sie die heiße Creme durch ein feines Sieb in eine saubere Schüssel, um eine seidige Textur zu garantieren. Legen Sie Klarsichtfolie direkt auf die Oberfläche der Creme, damit sich keine Haut bildet, und stellen Sie sie etwa eine Stunde in den Kühlschrank.

Schritt 6: Wenn die Creme vollständig ausgekühlt ist, schlage ich den Rahm steif und hebe ihn vorsichtig unter die gekühlte Karamellcreme. Verteilen Sie die Brönnti Creme in Dessertgläser und dekorieren Sie sie mit gehackten Nüssen für einen schönen Abschluss.

Wie man Gebrannte Creme aufbewahrt und aufwärmt

Ich bewahre die fertige Brönnti Creme immer in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank auf, wo sie bis zu drei Tage frisch bleibt. Decken Sie die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie ab, um zu verhindern, dass sich eine Haut bildet oder die Creme Kühlschrankgerüche annimmt.

Dieses Dessert sollte immer gut gekühlt serviert werden und eignet sich nicht zum Einfrieren, da die Textur der geschlagenen Sahne dabei verloren geht. In meiner Erfahrung schmeckt die Gebrannte Creme am besten, wenn sie innerhalb von zwei Tagen verzehrt wird – die Frische der Sahne und die Intensität des Karamells sind dann optimal.

Zum Servieren nehme ich die Creme etwa zehn Minuten vor dem Genuss aus dem Kühlschrank, damit sie nicht eiskalt ist. Ein Aufwärmen ist nicht notwendig und würde die luftige Konsistenz zerstören – diese Schweizer Spezialität genießt man am besten schön gekühlt.

Gebrannte Creme

Was man zu Gebrannter Creme serviert

Knusprige Butterkekse: Ich serviere gerne dünne, knusprige Butterkekse oder Löffelbiskuits zur Brönnti Creme, da sie einen schönen Texturkontrast zur samtigen Creme bieten und sich perfekt zum Dippen eignen.

Frische Beeren: Himbeeren oder Erdbeeren bringen eine fruchtige Säure ins Spiel, die die Süße des Karamells wunderbar ausgleicht und dem Dessert eine frische Note verleiht. Die Kombination von Karamell und Beeren ist einfach unschlagbar.

Espresso oder starker Kaffee: Ein kräftiger Espresso nach Schweizer Art harmoniert perfekt mit dem süßen Karamellgeschmack der Creme und rundet das Dessert-Erlebnis stilvoll ab.

Schokoladensauce: Für besondere Anlässe träufle ich manchmal etwas dunkle Schokoladensauce über die Creme – die Kombination aus Karamell und Schokolade ergibt ein luxuriöses Geschmackserlebnis, das meine Gäste immer begeistert.

Cremiges Bienenstich-Dessert: Wenn Sie nach einem weiteren eleganten Dessert im Glas suchen, probieren Sie unbedingt mein cremiges Bienenstich-Dessert mit karamellisierten Mandeln und Vanillecreme – eine perfekte Ergänzung zu Ihrer Dessert-Sammlung, die sich ebenfalls wunderbar vorbereiten lässt.

Häufig gestellte Fragen

Warum wird mein Karamell zu dunkel oder bitter?

Achten Sie darauf, den Zucker auf mittlerer Hitze zu karamellisieren und beobachten Sie ihn aufmerksam – sobald er eine bernsteinfarbene Färbung hat, sollten Sie ihn sofort vom Herd nehmen, da er sonst bitter wird.

Kann ich fettarme Milch oder Sahne verwenden?

Ich empfehle Vollmilch und normalen Rahm für die beste Konsistenz und den reichsten Geschmack, aber fettreduzierte Varianten funktionieren auch, ergeben jedoch eine weniger cremige Textur.

Meine Creme ist zu flüssig geworden, was kann ich tun?

Wenn die Creme nach dem Kühlen noch zu flüssig ist, haben Sie sie möglicherweise nicht lange genug erhitzt – beim nächsten Mal lassen Sie sie etwas länger köcheln, bis sie deutlich eindickt.

Gebrannte Creme

Gebrannte Creme (Brönnti Creme)

Traditionelles Schweizer Dessert mit karamellisiertem Zucker und luftiger Sahne
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Kühlzeit 1 Stunde
Gesamtzeit 35 Minuten
Portionen: 4 Portionen
Gericht: Dessert, Nachspeise
Küche: Europäisch, Schweizer
Kalorien: 285

Ingredients

  • 100 g Zucker für Karamell
  • 50 ml Wasser für Karamell
  • 500 ml Milch 5 dl
  • 15 g Mehl ca. 1 EL
  • 50 ml Milch zum Anrühren
  • 30 g Zucker für die Creme
  • 1 Prise Salz
  • 1 Stück Ei
  • 200 ml Rahm Sahne, 2 dl
  • Gehackte Nüsse zum Dekorieren

Kochutensilien

  • Flache Pfanne
  • Schneebesen
  • Feine Sieb
  • Rührschüssel
  • Handrührgerät für Sahne

Method

  1. Den Zucker zusammen mit dem Wasser in eine flache Pfanne geben. Kurz auf hoher Stufe erhitzen und anschließend auf mittlerer Stufe köcheln lassen bis der Zucker karamellisiert. Nicht umrühren – der Zucker trocknet erst ein, schmilzt und karamellisiert dann.
  2. Sobald der Zucker vollständig karamellisiert ist, die Pfanne vom Herd nehmen und etwas auskühlen lassen. Anschließend die 5 dl Milch dazugießen und wieder auf mittlerer Hitze aufköcheln lassen bis sich das Karamell vollständig aufgelöst hat.
  3. Das Mehl und die 50 ml Milch in einer Schüssel gut verrühren. Den Zucker, das Salz und das Ei ebenfalls darin vermengen.
  4. Die Mehlmischung zur Karamellmilch in die Pfanne gießen und unter ständigem Rühren bis vors Kochen bringen. Sobald sich die Creme beginnt zu binden und eine cremige Konsistenz entsteht, die Pfanne vom Herd nehmen.
  5. Die Creme durch ein Sieb in eine Schüssel gießen. Klarsichtfolie direkt auf die Creme legen damit keine Haut entsteht. Ca. 1 Stunde kühl stellen.
  6. Den Rahm steif schlagen und unter die gut ausgekühlte Creme ziehen. Mit gehackten Nüssen dekorieren und servieren.

Notizen

Die Gebrannte Creme hält sich im Kühlschrank bis zu 3 Tage. Nicht einfrieren. Immer gut gekühlt servieren. Der Schlüssel zum perfekten Karamell ist Geduld und mittlere Hitze.

✍️ Artikel verfasst von:

Klara Weiss

Tochter von Gertrud und kreative Seele hinter Backenmitliebe.com. Klara verbindet ihre Leidenschaft für das Schreiben mit der Liebe zum Backen. Nach einem herausragenden Abschluss in Deutscher Literatur an der renommierten Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) verfasst sie heute liebevoll erzählte Rezepttexte, die jedem Leser das Gefühl geben, mit uns am Küchentisch zu sitzen.

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